
67. Familientag in Delft/Niederlande
vom 30. September bis 2. Oktober2011
im Hampshire Hotel Deft Centre
Im Familienverband Schrader e.V. mit gegenwärtig rund 130 Mitgliedern stellen die 26 niederländischen Basen und Vettern die deutlich größte Ausländergruppe. Ein guter Anlass, den jährlichen Familientag sieben Jahre nach dem Treffen in Masstricht (2004) wiederum in den Niederlanden zu begehen. Insgesamt versammelten sich 38 Personen im Hampshire Hotel in Delft, darunter auch ein dänisches Ehepaar.
Nach dem gelungenen Auftaktabend am Freitag war der Sonnabendvormittag dem Besuches im Museum "Het Prinsenhof" am Agathaplatz gewidmet. Dieses historische Bauwerk - 1403 als Kloster errichtet - diente im 16.Jahrhundert dem Stammvater des niederländischen Königshauses Wilhelm von Oranien (geb.1533) als Residenz. Hier wurde er im Juli 1584 ermordet. Später wurde das Gebäude nacheinander als Lagerhaus, Kaserne und Atelier genutzt. Neben einer Dauerausstellung über Wilhelm von Oranien und das "Goldene Zeitalter" von Delft werden auch Ereignisse aus dem Leben der damaligen Bürgerinnen und Bürger dargestellt. Nach der Mittagspause genossen die Schraders dann bei spätsommerlichem Sonnenschein Alt-Delft bei einer Grachtenfahrt im offenen Boot.
Der Abend stand traditionsgemäß wiederum im Zeichen eines typischen "Schrader-Themas". Dr. Frans W.B.Schrader berichtete auf anschauliche Weise vom "Leben und Wirken der Hebamme Catharina Geertruida. Schrader (1656-1746)". Die Notizen über die vielen von ihr begleiteten Entbindungen, niedergelegt in einem "Memoryboek", haben sie posthum berühmt gemacht. Ihre Aufzeichnungen als "Fruchtfrau" - niederländisch für Hebamme - sind eine wissenschaftlich hochinteressante Fundgrube, um die Hebammentätigkeit im 17./8.Jahrhundert kennenzulernen. Dass in der Stadt Leiden eine Straße nach Catharina Geertruida Schrader benannt ist, darf als Zeichen der Anerkennung ihrer historischen Bedeutung verstanden werden. Nach dem festlichen Abendessen nutzten die Anwesenden das gemütliche Beisammensein zu vielfältigen "nationenübergreifenden" Gesprächen.
Der Sonntagvormittag diente jeweils der Vorstands- und Beiratssitzung und der anschließenden Mitgliederversammlung. Es wurde beschlossen, zum 68. Familientag vom 28.-30. September 2012 nach Goslar einzuladen. Am Nachmittag beschäftigte sich ein von Beiratsmitglied Christa Schrader moderierter Workshop mit dem Thema "Wie geht es weiter? - Perspektiven auf dem Weg zum 100-jährigen Bestehen des Familienverbandes 2020".
Jens-Peter Schrader/Harald Schrader
Foto: Klaus Schrader

66. Familientag in Tangermünde
24. - 26. September 2010
im Ringhotel "Schwarzer Adler"
Nach dem "Ausflug an die Waterkant" im Vorjahr (Bremerhaven) war der Familientag diesmal wieder im traditionellen "Schrader-Gebiet" angesagt. Dazu gab es auch einen besonderen Anlass: Den Umzug unseres Verband-Archivs von Eutin in das Klostermuseum Jerichow in der Altmark. Dort ist unser Archiv auf Dauer bestens und auf Dauer untergebracht.
Das nahe und ebenfalls an der Elbe gelegene Tangermünde bot sich so als aktueller Tagungsort an, zumal der Familientag bereits im Jahr 1998 dort getagt hat - ebenfalls im Ringhotel "Schwarzer Adler". Fast alle der knapp dreißig Teilnehmer - darunter auch aus den Niederlanden und Dänemark - waren bereits am Freitagabend in gemütlicher Runde versammelt.
Am Sonnabend war die Sonne des Anreisetages durch dicke Wolken verdeckt, was den Schwerpunkt des Programms jedoch nicht beeinträchtigen konnte. Die Führung durch das Klostermuseum Jerichow übernahm sein Leiter, Herr Rolf Naumann, als eine seiner letzten Amtshandlungen vor seinem Ruhestand. Nach einem Rundgang durch die gut erhaltenen ehemaligen Klostergebäude erreichten wir dann die in einem Obergeschoss archivierte Sammlung der Veröffentlichungen unseres Familienverbandes. Dabei konnten wir uns von der fachgerechten Unterbringung der Archivalien überzeugen und sind dafür dankbar. Der Klosterbereich gab dann noch die eindrucksvolle Kulisse für das Gruppenfoto des Familientages.
Nach Rückfahrt und Imbiss im Tagungslokal sollten wir dann die Stadt an der Elbe näher kennen lernen. Sehenswert das Rathaus mit seinem reichen Schmuckgiebel, Stadttore und - mauerreste aus dem 15.- und 6. Jahrhundert, die vielen Backsteinhäuser und die Stephanskirche mit ihrer großen Halle. Den Rundgang beschloss die Kaffeetafel im Hotel Schloss Tangermünde.
Am Abend standen zwei Vorträge auf dem Programm: Der Vorsitzende berichtete aus "90 Jahre Familienverband Schrader e.V. (1920-2010)", Museumsleiter Rolf Naumann sprach in seinem Festvortrag über "Rudolf und Fanny Schrader - Stationen einer Domänenpächterfamilie im 19. Jahrhundert".
Mit einem festlichen Abendessen und gemütlichem Beisammensein klang der Tag aus.
Der Sonntag war dann eher ein Arbeitstag - mit Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung. Gegen 12 Uhr war der 66.Familientag offiziell beendet.

65. Familientag in Bremerhaven 2009
Schrader-Treffen an der Waterkant ? Nicht im gewohnten Schrader-Binnenland? Ja, und das hatte seinen Grund. Seinen guten Grund, wie auch die zunächst überraschten Teilnehmer im Verlauf des Treffens erfreut feststellen konnten. Die Auswandererstadt hat durchaus einen Schrader-Bezug, von dem wir später berichten. Erst mal der Reihe nach.
Am Freitagabend, dem 25. September, konnte Vetter Harald zum gemütlichen Beisammen-sein bereits fast alle der 36 Tagungsteilnehmer begrüßen. Aus den Niederlanden waren zehn Mitglieder angereist, leider ohne den erkrankten Obmann und seine Frau. Aus Dänemark unsere beiden treuen Mitglieder aus Köge. Und der "Rest" aus Deutschland.
Das Programm am Sonnabend begann mit einer instruktiven Hafenrundfahrt, räumte dann Zeit zur freien Verfügung ein, bot nachmittags die Führung durch das "Auswandererhaus" an mit anschließender Kaffeetafel und fand seinen krönenden Abschluss mit Vortrag und Abendessen im Tagungshotel Haverkamp.
Das städtebaulich überraschend großzügige Bremerhaven bietet eine Reihe von Attraktionen, die für die programmfreie Zeit gewählt werden konnten. So bietet das Schifffahrtsmuseum eine Reise auf Großseglern, Dampfschiffen und Ozeanriesen. Im Zoo begegnet man u.a. den Seelöwen, Eisbären und putzigen Pinguinen. Das besondere Erlebnis ist jedoch die Reise um die Welt entlang des 8. östlichen Längengrades (auf dem auch die Stadt liegt) anschaulich und fühlbar durch alle Klimazonen. Jeder konnte so sein Programm nach eigenem Wunsch gestalten und nebenbei einen Blick von hoher Plattform auf die besonnte Stadt und Weser-mündung genießen. Nach gemeinsamer Kaffeetafel dann eine kleine Verschnaufpause.
Vor dem Abendessen dann der Vortrag über die "Auswanderung des Ulrich von Schrader nach Amerika im Jahre 1829" von Gunhild von Schrader, assistiert von Ehemann Ulrich am Beamer. Base Gunhild berichtete über die aus Briefen gut dokumentierte Auswanderung des Vorfahrens der Schrader-Wahmbeck-Sippe und vermittelte dabei einen lebendigen Einblick in das oft entbehrungsreiche Leben dieser Epoche. Dieser eindrucksvolle Bericht brachte den besonderen Schrader-Bezug zum Tagungsort. Wie schon im Vorjahr mit ihrem Vortrag über die Adelserhebung des Christoph und Chilian von Schrader konnten Base Gunhild und Vetter Ulrich der regen Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer sicher sein.
Am Sonntagvormittag dann die Vorstands- und Beiratssitzung. Themenschwerpunkt war diesmal der Umzug des Archivs von Eutin nach Jerichow. Die Mitgliederversammlung mit noch 26 Teilnehmern schloss mit einem Dank an den Vorsitzenden für die hervorragende Leistung bei der Organisation des Familientages, wie auch des Familienverbandes .
Und beim Abschied war jeder davon überzeugt: Es war wieder ein toller Familientag !

64. Familientag in Königslutter am Elm
19.- 21. September 2008
von Jens Peter Schrader (Rottmersleben)
Königslutter war der Ort, die Adelserhebung der Schrader-Brüder Christoph und Chilian im 18.Jahrhundert das Thema. des 64. Familientages in Königslutter, zu dem mehr als 40 Personen, Mitglieder wie Gäste, aus vier Ländern angereist waren. Aus den Niederlanden war wieder eine starke Formation von 15 Teilnehmern erschienen, aus Dänemark kamen Peter und Christa Schrader. Zur freudigen Überraschung aller brachte unser Mitglied aus Österreich, Pastor Harald Heinrich von Schrader, nicht nur Gattin Eva sondern auch zwei Söhne mit. 21 Teilnehmer kamen aus den verschiedenen Gegenden Deutschlands. Die Sippe Schrader-Königslutter war durch Base Lieselotte, unserere langjährige ehemalige Schatzmeisterin, vertreten.

Fast alle Teilnehmer waren bereits am Freitagabend eingetroffen und genossen das Wiedersehen und gemütliche Beisammensein bis spät in die Nacht hinein. Am Samstag früh brachte uns der Bus nach Helmstedt. Hier erlebten wir eine fachkundige Führung durch das Juleum, die frühere Universität der Stadt. Die "Academia Julia", 1576 gegründet und von Herzog Julius privilegiert, erlangte durch berühmte Professoren in den Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Philosophie hohes Ansehen bis sie 1810 zugunsten der Universität Göttingen geschlossen wurde. Hier lehrte auch der Vater der später geadelten Schrader-Brüder als Professor der Beredsamkeit. Anschließend erfolgte ein kurzer Rundgang durch die Altstadt von Helmstedt. Diese Stadt, in unserer Vorstellung eher graue Grenzstadt zur ehemaligen DDR, hat sich seit der Wende erstaunlich herausgeputzt. Die gut erhaltenen Fachwerkhäuser und der prächtig restaurierte Universitätsbau zeugen davon. Dennoch hat die Stadt heute Sorgen wegen der hohen Arbeitslosigkeit in der Region, wie Bürgermeister Eisermann bei seiner Ansprache zur Mittagspause im Ratskeller deutlich machte.
Nach der Rückkehr zum Tagungslokal gab es drei Stunden zur freien Verfügung. Wer nicht das Bedürfnis zum Ausruhen hatte, konnte Angebote der Stadt Königslutter nutzen, den Besuch des Kaiserdoms, des Geopark-Infozentrums oder des Museums mechanischer Musikinstrumente.
Am Abend verkündete Vetter Harald den Vorstandsbeschluss, unseren Obmann der Niederländer, Vetter Everardus (Eef) Schrader (Sippe Breischen), aufgrund seiner langjährigen Treue und Verdienste um den Verband zum 21. Ehrenmitglied zu ernennen. Der Vortrag von Base Gunhild und Vetter Ulrich stand unter dem Thema "300 Jahre Adelserhebung Christoph und Chilian von Schrader"(siehe besonderen Bericht in diesem Heft). Der durch gutes Bildmaterial illustrierte Vortrag machte die Verbindung einer Schrader-Sippe mit den damaligen Fürstenhäusern deutlich, und zeigte die Verdienste der Brüder auf, die letztlich zu deren Adelserhebung führten. Das anschließende festliche Abendessen bot Gelegenheit zu fröhlichen und vertiefenden Gesprächen.
Am Sonntagvormittag ging es dann an die Arbeit. Vorstand und Beirat tagten ab 9.00 Uhr, anschließend trat die Mitgliederversammlung zusammen. Wichtigster Tages-ordnungspunkt war die alle fünf Jahre fällige Vorstands- und Beiratswahl. Bis auf Vetter Eberhard, der schon zuvor als Heroldsmeister zurückgetreten war - das Amt ist derzeit vakant - sind alle Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt worden. Neu in den Beirat gewählt wurde Base Gunhild von Schrader. Mittags hieß es bei immer noch sonnigem Herbstwetter Abschied nehmen von einem wiederum sehr harmonischen Familientag.
Jens P. Schrader (Rottmersleben).
Der 63. Familientag in Potsdam
21.-23. Sept. 2007
von Jens Peter Schrader (Rottmersleben)
Familientag in Potsdam - der Tagungsort erweckte natürlich hohe Erwartungen. Auch das Preisniveau lag über dem Durchschnitt. Es haben aber wieder, wie im Vorjahr insgesamt 43 Mitglieder und Gäste, davon 16 aus den Niederlanden und unsere 2 Dänen die Tagung besucht. Sehr vermisst haben wir unsere treue Teilnehmerin der letzten Jahre, Base Ehrentraut Schrader (Sondershausen) aus Berlin, die kurz vorher nach schwerer Krankheit verstorben war. Wir trauern um sie mit ihrem Sohn und Enkeln, die für einen Teil des Programms nach Potsdam gekommen waren. Dank der Briefwerbung des Vorsitzenden im Vorfeld haben etwa 6 Gäste aus Berlin die Tagung besucht ( 3 der Angeschriebenen waren schon vorher dem Verband beigetreten). Die Teilnehmer erwartete ein abwechslungsreiches Programm. Den Begrüßungsabend am Freitag bereicherte die Ausstellung der Öl- und Aquarellbilder zum Thema "Tanz" unserer Base Wil Schrader (Breischen) aus Stompwijk, NL, eröffnet von Vetter Harald und kommentiert von Ehemann Joop.
Das reichhaltige Besichtigungsprogramm wurde von märchenhaft schönem Herbstwetter begleitet. So konnten die vielen Höhepunkte - Stadtrundfahrt, Marmorpalais, Krongut Bornstedt, Schloss und Schlosspark Sanssouci - auch sehr genossen werden. Die kenntnisreichen Führungen erweckten die deutsche Geschichte der Potsdamer Dynastien in der Vorstellung der Teilnehmer.
Nach verdienter Pause dann das Abendprogramm. Vetter Jens Peter berichtete über seine Sippe "500 Jahre Familie Schrader aus Rottmersleben", Geschichte und Geschichten in Wort in Bild - ein einzigartiges Dokument der Forschungsarbeit seiner Vorfahren, über das auch im nächsten Mitteilungsheft berichtet werden soll. Das festliche Abendessen - immer noch in Sichtweite der eindrucksvollen Bilder unserer Base Wil - bot dann Gelegenheit zu Gesprächen, Gedankenaustausch und Kontakten zu vertrauten Freunden und neuen Gästen. Wieder ein anregender Abend.
Mit der Mitgliederversammlung am Sonntagmorgen endete das offizielle Programm. Viele Teilnehmer; insbesondere unsere "Holländer", nutzten den Anlass für einen verlängerten Aufenthalt im schönen Potsdam bei weiterhin strahlendem "Kaiserwetter".
..............und wenige Wochen später wird Potsdam offiziell zur "Familienfreundlichsten Stadt Deutschlands" gewählt....!