Schrader Wappen


65. Familientag in Bremerhaven 2009


Schrader-Treffen an der Waterkant ? Nicht im gewohnten Schrader-Binnenland? Ja, und das hatte seinen Grund. Seinen guten Grund, wie auch die zunächst überraschten Teilnehmer im Verlauf des Treffens erfreut feststellen konnten. Die Auswandererstadt hat durchaus einen Schrader-Bezug, von dem wir später berichten. Erst mal der Reihe nach.
Am Freitagabend, dem 25. September, konnte Vetter Harald zum gemütlichen Beisammen-sein bereits fast alle der 36 Tagungsteilnehmer begrüßen. Aus den Niederlanden waren zehn Mitglieder angereist, leider ohne den erkrankten Obmann und seine Frau. Aus Dänemark unsere beiden treuen Mitglieder aus Köge. Und der "Rest" aus Deutschland.

Das Programm am Sonnabend begann mit einer instruktiven Hafenrundfahrt, räumte dann Zeit zur freien Verfügung ein, bot nachmittags die Führung durch das "Auswandererhaus" an mit anschließender Kaffeetafel und fand seinen krönenden Abschluss mit Vortrag und Abendessen im Tagungshotel Haverkamp.

Das städtebaulich überraschend großzügige Bremerhaven bietet eine Reihe von Attraktionen, die für die programmfreie Zeit gewählt werden konnten. So bietet das Schifffahrtsmuseum eine Reise auf Großseglern, Dampfschiffen und Ozeanriesen. Im Zoo begegnet man u.a. den Seelöwen, Eisbären und putzigen Pinguinen. Das besondere Erlebnis ist jedoch die Reise um die Welt entlang des 8. östlichen Längengrades (auf dem auch die Stadt liegt) anschaulich und fühlbar durch alle Klimazonen. Jeder konnte so sein Programm nach eigenem Wunsch gestalten und nebenbei einen Blick von hoher Plattform auf die besonnte Stadt und Weser-mündung genießen. Nach gemeinsamer Kaffeetafel dann eine kleine Verschnaufpause.

Vor dem Abendessen dann der Vortrag über die "Auswanderung des Ulrich von Schrader nach Amerika im Jahre 1829" von Gunhild von Schrader, assistiert von Ehemann Ulrich am Beamer. Base Gunhild berichtete über die aus Briefen gut dokumentierte Auswanderung des Vorfahrens der Schrader-Wahmbeck-Sippe und vermittelte dabei einen lebendigen Einblick in das oft entbehrungsreiche Leben dieser Epoche. Dieser eindrucksvolle Bericht brachte den besonderen Schrader-Bezug zum Tagungsort. Wie schon im Vorjahr mit ihrem Vortrag über die Adelserhebung des Christoph und Chilian von Schrader konnten Base Gunhild und Vetter Ulrich der regen Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer sicher sein.

Am Sonntagvormittag dann die Vorstands- und Beiratssitzung. Themenschwerpunkt war diesmal der Umzug des Archivs von Eutin nach Jerichow. Die Mitgliederversammlung mit noch 26 Teilnehmern schloss mit einem Dank an den Vorsitzenden für die hervorragende Leistung bei der Organisation des Familientages, wie auch des Familienverbandes .

Und beim Abschied war jeder davon überzeugt: Es war wieder ein toller Familientag !

Bremerhaven 2009

64. Familientag in Königslutter am Elm

19.- 21. September 2008

von Jens Peter Schrader (Rottmersleben)

Königslutter war der Ort, die Adelserhebung der Schrader-Brüder Christoph und Chilian im 18.Jahrhundert das Thema. des 64. Familientages in Königslutter, zu dem mehr als 40 Personen, Mitglieder wie Gäste, aus vier Ländern angereist waren. Aus den Niederlanden war wieder eine starke Formation von 15 Teilnehmern erschienen, aus Dänemark kamen Peter und Christa Schrader. Zur freudigen Überraschung aller brachte unser Mitglied aus Österreich, Pastor Harald Heinrich von Schrader, nicht nur Gattin Eva sondern auch zwei Söhne mit. 21 Teilnehmer kamen aus den verschiedenen Gegenden Deutschlands. Die Sippe Schrader-Königslutter war durch Base Lieselotte, unserere langjährige ehemalige Schatzmeisterin, vertreten.

Königslutter 2008


Fast alle Teilnehmer waren bereits am Freitagabend eingetroffen und genossen das Wiedersehen und gemütliche Beisammensein bis spät in die Nacht hinein. Am Samstag früh brachte uns der Bus nach Helmstedt. Hier erlebten wir eine fachkundige Führung durch das Juleum, die frühere Universität der Stadt. Die "Academia Julia", 1576 gegründet und von Herzog Julius privilegiert, erlangte durch berühmte Professoren in den Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Philosophie hohes Ansehen bis sie 1810 zugunsten der Universität Göttingen geschlossen wurde. Hier lehrte auch der Vater der später geadelten Schrader-Brüder als Professor der Beredsamkeit. Anschließend erfolgte ein kurzer Rundgang durch die Altstadt von Helmstedt. Diese Stadt, in unserer Vorstellung eher graue Grenzstadt zur ehemaligen DDR, hat sich seit der Wende erstaunlich herausgeputzt. Die gut erhaltenen Fachwerkhäuser und der prächtig restaurierte Universitätsbau zeugen davon. Dennoch hat die Stadt heute Sorgen wegen der hohen Arbeitslosigkeit in der Region, wie Bürgermeister Eisermann bei seiner Ansprache zur Mittagspause im Ratskeller deutlich machte.

Nach der Rückkehr zum Tagungslokal gab es drei Stunden zur freien Verfügung. Wer nicht das Bedürfnis zum Ausruhen hatte, konnte Angebote der Stadt Königslutter nutzen, den Besuch des Kaiserdoms, des Geopark-Infozentrums oder des Museums mechanischer Musikinstrumente.

Am Abend verkündete Vetter Harald den Vorstandsbeschluss, unseren Obmann der Niederländer, Vetter Everardus (Eef) Schrader (Sippe Breischen), aufgrund seiner langjährigen Treue und Verdienste um den Verband zum 21. Ehrenmitglied zu ernennen. Der Vortrag von Base Gunhild und Vetter Ulrich stand unter dem Thema "300 Jahre Adelserhebung Christoph und Chilian von Schrader"(siehe besonderen Bericht in diesem Heft). Der durch gutes Bildmaterial illustrierte Vortrag machte die Verbindung einer Schrader-Sippe mit den damaligen Fürstenhäusern deutlich, und zeigte die Verdienste der Brüder auf, die letztlich zu deren Adelserhebung führten. Das anschließende festliche Abendessen bot Gelegenheit zu fröhlichen und vertiefenden Gesprächen.

Am Sonntagvormittag ging es dann an die Arbeit. Vorstand und Beirat tagten ab 9.00 Uhr, anschließend trat die Mitgliederversammlung zusammen. Wichtigster Tages-ordnungspunkt war die alle fünf Jahre fällige Vorstands- und Beiratswahl. Bis auf Vetter Eberhard, der schon zuvor als Heroldsmeister zurückgetreten war - das Amt ist derzeit vakant - sind alle Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt worden. Neu in den Beirat gewählt wurde Base Gunhild von Schrader. Mittags hieß es bei immer noch sonnigem Herbstwetter Abschied nehmen von einem wiederum sehr harmonischen Familientag.

Jens P. Schrader (Rottmersleben).

Nach über 80 Jahren seines Bestehens hat der Familienverband Schrader e.V. seinen Familientag zum ersten Mal im Ausland durchgeführt. Anlass hierzu gaben die niederländischen Mitglieder, die in größerer Zahl dem Familienverband in den letzten Jahren beigetreten sind und die jüngsten Familientage - wo auch immer in Deutschland - mit großem Interesse besucht haben. Dem Vorstand war es ein Anliegen, die Begeisterung und Treue unserer niederländischen Namensträger mit der Wahl dieses Tagungsortes für das Jubiläumstreffen zu würdigen. Der Vorstand und der niederländische Obmann des Verbandes hatten die Eignung von Tagungsorten frühzeitig geprüft und das Programm sorgfältig vorbereitet.

So wurde das Treffen dann auch zu einem unvergesslichen Ereignis. Gut 48 Teilnehmer - davon 23 Mitglieder und Gäste aus den Niederlanden - genossen das Wiedersehen mit Freunden und Bekannten, das malerische und geschichtsträchtige Städtchen an der Maas und das anregende Programm - bei bestem Wetter!

Die meisten Teilnehmer waren bereits am Freitag Abend angereist . Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden gab es dann bei "kleinem Buffet" Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen. Das Tagungshotel Van der Valk am Rande der Stadt hatte gute Tagungsräume sowie komfortable Zimmer und reichhaltige Büffets zu bezahlbaren Preisen angeboten.

Wernigerode stand seit langem auf der Vorschlagsliste. Nun war es soweit: wir trafen uns mal wieder im "Schrader-Gebiet". Das Tagungslokal im Herzen des idyllischen Städtchens, dem historischen Rathaus gegenüber. Noch mehr Mitglieder und Gäste als schon in den letzten Jahren waren der Einladung gefolgt - insgesamt 52, dabei wieder 15 aus den Niederlanden - und genossen traumhafte Spätsommertage mit einem Programm, das Anregung und Muße in erholsamem Ambiente bot.

Dieses begann am Sonnabend Vormittag mit einem Empfang von Oberbürgermeister Ludwig Hoffmann im Rathaus und anschließendem Stadtrundgang mit Führung. Nach der Mittagspause ging es dann mit der Bimmelbahn rauf zum Schloss. Da die Bahn etwas unterhalb des Schlosstores hält, musste die letzte Steigung zu Fuß bewältigt werden - etwas beschwerlich für die gehbehinderten Teilnehmer. Dem Schlossbesucher bot sich dann eine Fülle stilvoll eingerichteter herrlicher Räume und - als reizvoller Kontrast dazu - eine Goya-Ausstellung mit mit zahlreichen Radierungen des Meisters, oft mit gesellschaftskritischen Skizzen von verblüffender Aktualität. Abschließend dann die Kaffeetafel im Schloss-Café.

Familienverband Schrader 2007 in Potsdam