Als der Familienverband Schrader e.V. 1920 in Berlin gegründet wurde, trafen viele Träger des Namens Schrader zusammen, manche waren sogar miteinander verwandt. Das verbindende Element war der Familienname, alle waren Namensvettern und Namensbasen.
Kuddelmuddel
Jeder kann es sich vorstellen: Ein Familientag, viele Schraders aus allen Himmelsrichtungen zusammen in gemütlicher Runde. Da kommt ein Kellner hinein und bittet Herrn Schrader zum Telefon. Mehrere gesetzte Herren erheben sich – aber wer ist gemeint?
Es war klar, dass zur Unterscheidung der Namensträger, ihrer Familien und ihrer Vorfahren ein Kriterium hermusste. Eine ergänzende Ortsbezeichnung als Sippenname wurde geboren.
Schrader (-Rottmersleben)
Wenn ich zum Familiennamen noch den Ort anhänge, wo der früheste belastbare Nachweis der Familie gelungen war, dann habe ich ein Unterscheidungsmerkmal und obendrein noch den Ort erwähnt, woher die Vorfahren tatsächlich stammten.
Also alle Nachkommen eines Schrader, der erstmals in Rottmersleben bei Magdeburg erwähnt wurde, erhielten somit den Zusatz Rottmersleben zum Namen Schrader. Eine Lösung für den Kuddelmuddel war gefunden.
So ist es bis heute: Jede einzelne Sippe erhält den Namen des Ortes angehängt, wo der erste belastbare Nachweis gelungen ist. Oder hilfsweise den Ort, der aus familiären Erinnerungen als „der Ursprung“ überliefert ist.
Inzwischen sind im Familienverband in mehr als 100 Jahren der Forschung über 250 Sippennamen eingetragen worden, annähernd 150 zugehörige Stammreihen sind veröffentlicht.