Wappen des "Familienverband-Schrader e.V.

Familienverband Schrader e.V.

Chronik

Chroniken der “Familientage” (3/6)

Die Familientage von 1971 bis zur politischen Wende 1989

Seit 1974 tritt der Familientag jeweils im Herbst zusammen – in der zweiten September- bzw.
in der ersten Oktoberhälfte.

1. Die Siebziger Jahre

Der 28. Familientag fand dann am 22. /23. Mai 1971 zum zweiten Mal in Altenau statt und zählte 37 Teilnehmer aus 13 Sippen.
Neu in den Beirat gewählt wurden Schiffsoffizier Klaus Schrader (Groß-Gleidingen), und Gartenbau-Ingenieur Jürgen Schrader (-Rottmersleben).
Bemerkenswert ist der, wie es im Protokoll heißt, “kurze ergreifende Festvortrag” des Heroldsmeisters des Verbandes, Vetter Dr. Wilhelm Schrader Rottmers. Thema: “Ein halbes Jahrhundert Familienverband Schrader – eine Würdigung mit Ausblick in die Zukunft”.
Es wurde eine Abschieds- und Vermächtnisrede, und die Zuhörer haben dies auch so empfunden, ohne dass der Referent wissen konnte, dass dies sein letzter Familientag sein würde. Wilhelm Schrader-Rottmers appellierte an die Anwesenden, “die Bestrebungen zur Forschung und zur Pflege der Freundschaft weiter fortzusetzen zum Wohle und Gedeihen unseres Verbandes”.
Eineinhalb Jahre später starb Dr. Wilhelm Schrader-Rottmers kurz vor Vollendung seines 64. Lebensjahres. Bereits 1937 war er in den Beirat gewählt worden, 1945 hatte er das Amt eines Heroldsmeisters übernommen. Seither hatte Wilhelm Schrader-Rottmers starke Anteile an der Herausgabe der Mitteilungshefte und der Vorbereitung und Gestaltung der Familientage, an denen er bis auf eine Ausnahme seit 1937 an allen teilgenommen hatte. 1969 wurde er anlässlich der Feier seines 60. Geburtstages zum 12. Ehrenmitglied ernannt.

29. Familientag: 1.-3. Juni 1973 in Bad Harzburg. Erschienen waren 33 Teilnehmer, davon
28 Mitglieder aus 11 Sippen. Wichtigstes Ereignis war die Neuwahl eines Vorsitzenden.
Vetter Heyno Schräder (-Küblingen) gab das Amt nach fünfjähriger Tätigkeit aus
Altersgründen ab. Zu seinem Nachfolger wurde Senatspräsident a.D. Siegfried Schrader (-Thüste) aus Celle, gewählt.
Das Amt des Heroldsmeisters blieb unbesetzt, allerdings erklärte sich Vetter Jens Peter Schrader (-Rottmersleben) bereit, dieses Amt vorläufig kommissarisch zu verwalten. Später hat sich Archivar Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) um heraldische Themen gekümmert.
Der Familientag trat zum zweiten Mal nach 1937 in Bad Harzburg zusammen.

30. Familientag: 4.-6. Oktober 1974 in Celle. Dieser Familientag stand unter einem unglücklichen Stern. Wenige Tage zuvor war der Vorsitzende, Ehrenmitglied Heyno Schrader (-Küblingen), beigesetzt worden.
Der Familientag verlief, so vermerkt das Protokoll, in „stillerer, aber nicht weniger herzlicher Atmosphäre“. Geleitet wurde der Familientag von dem im Jahr zuvor gewählten Vorsitzenden Siegfried Schrader (-Thüste), der wenige Wochen später, am 11.Dezember 1974, ebenfalls überraschend sterben sollte.
Den Hauptvortrag hielt der Archivar Carl Hermann Schrader (-Scharbow) über „Ludwig von Schrader, 1686-1765 – Erster Sekretär des Prinzen von Wales“.
Am Familientag nahmen 26 Personen aus den Sippen Braunschweig, Eilenstedt, Göttingen, Homburg, Königslutter, Küblingen, Rottmersleben, Scharbow und Thüste teil.

31. Familientag: 3.-5. Oktober 1975 in Bückeburg. Zum neuen Vorsitzenden wurde Vetter
Dr. Hans-Ludolf Schräder (-Braunschweig), Senatspräsident am Oberlandesgericht
Frankfurt/Main, gewählt. Neue Beiratsmitglieder wurden Christa Schräder (-Königslutter)
und Heinz-Ulrich Schräder (-Göttingen), beide wohnhaft in München. Vorträge hielten Vetter
Heinz-Ulrich über eine geplante Besteigung des Berges Pico Schräder in den Pyrenäen und
der Archivar Vetter Carl Hermann über „Julie Schräder – Genealogie einer Pusteblume“. Die
Teilnehmerzahl lag bei 41 Personen.

32. Familientag: 1.-3. Oktober 1976 in Kassel. 28 Teilnehmer versammelten sich im Hotel „Schweizer Hof‘.
Den Hauptvortrag hielt Prof. Hermann Mitgau über das Thema „Ein patrizischer Sippenkreis um den Braunschweiger Bürgermeister Hermann Schräder (1570-1639)“.

33. Familientag: 7.-9. Oktober 1977 in Eutin. Diesen Familientag hatten der Archivar Vetter Dr. Carl Hermann und seine Frau Agathe vorbereitet. Der Vorsitzende konnte 37 Teilnehmer begrüßen.
Die Hauptvorträge hielten Studiendirektor Peters und Kreispräsident Prüß über Eutins berühmteste Söhne, Carl Maria von Weber und Johann Heinrich Voß.

34. Familientag: 6. – 8. Oktober 1978 am Tegernsee. Für die überwiegend im Norden und Westen ansässigen Verbandsmitglieder stand eine weite Reise in den Süden der Bundesrepublik an.
Base Christa Schrader (-Königslutter) hatte dafür geworben und organisiert, einmal das „Schrader-Gebiet“ zu verlassen und zu ihr in das Alpenvorland zu kommen. Sie hat den Familientag organisiert und dabei ein Reihe von Hindernissen überwinden müssen. Es wurde ein besonders fröhliche Treffen, der vor der unvergesslichen
Alpenkulisse stattfand.
Immerhin waren 30 Mitglieder aus 14 Sippen (Bockenem, Braunschweig, Eilenstedt, Goslar – heute Quedlinburg, Göttingen, Groß-Gleidingen, Homburg, Kniestedt, Königslutter, Küblingen, Rottmersleben, Melverode, Scharbow und Windhausen) der Einladung gefolgt.
Vetter Wilhelm Schrader (-Kniestedt) hielt ein Referat mit dem Titel „500 Jahre Schrader in Kniestedt”.
Vetter Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) sprach anhand von Dias über „Die Vorfahren der Caroline Henriette Endemann”.

35. Familientag: 5.-7. Oktober 1979 in Bonn-Bad Godesberg. Base Anneliese Schulte geb. Schrader (Groß-Gleidingen) wurde als Nachfolgerin von Vetter Dr. Hans-Ludolf Schrader (-Braunschweig) zur Vorsitzenden des Familienverbandes gewählt. Damit stand seit der Gründung erstmals eine Frau dem Familienverband vor. Vetter Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) sprach in seinem Vortrag über die Anlegung eines Stammbaumes und einer Ahnentafel. Am Familientag nahmen 21 Personen teil.

2. Die achtziger Jahre.

36. Familientag: 3. – 5. Oktober 1980 in Braunschweig. Zum fünften Mal in der Verbandsgeschichte versammelten sich die Mitglieder in der Stadt Heinrichs des Löwen.
Auf dem Programm stand die Besichtigung des Schlossgutes Riddagshausen und der dortigen Klosterkirche. Vetter Hans-Ludolf Schrader (-Braunschweig) erläuterte eine Ausstellung alter Schrader-Bilder und Urkunden, die seine Familie betrafen.

37. Familientag: 9.-11. Oktober 1981 in Wolfenbüttel. Diesen Familientag verzeichnete 29 Teilnehmer.
Die Mitgliederversammlung wählte Vetter Carl Hermann Schrader (-Scharbow) zum 14. Ehrenmitglied.
Vetter Carl Hermann hielt einen Vortrag über “Allbrecht Schrader, ein Göttinger Handelsherr im 16. Jahrhundert”.

38. Familientag: 8.-10. Oktober 1982 in Hameln. 24 Teilnehmer trafen sich in der Stadt des legendären mittelalterlichen Rattenfängers.
Der Archivar hielt einen Vortrag über „Altes und Neues über die Familie Schrader-Groß-Gleidingen”.
Durch eine Satzungsänderung wurde das Amt des Heroldsmeisters abgeschafft. Die entsprechenden Aufgaben sollen künftig vom Archivar mit erledigt werden.

39. Familientag: 7. – 9. Oktober 1983 in Ratzeburg. Mit 80 Teilnehmern war dies der größte und gemessen an der Vielfalt und Festlichkeit des Programms auch der erfolgreichste Familientag in der 63jährigen Verbandsgeschichte.
Anlässlich der 275. Wiederkehr der Nobilitierung der Brüder Christoph und Kilian Schrader durch Kaiser Joseph I. im Jahre 1708 war der Familientag der „Geschichte der Familie Schrader, von Schrader, auch Freiherren von Schrader aus Wahmbeck“ gewidmet.
Erstmals wurde ein Mitteilungsheft des Verbandes ausschließlich der Berichterstattung über eine Familie gewidmet.
Im Mittelpunkt standen zwei Vorträge: Kreismuseumsdirektor Dr. Kaack sprach über „400 Jahre Lauenburgische Ritter-und Landschaft”, der Archivar über „Aufstieg und Verfall der Familie von Schrader-Kulpin “.
Vetter Pastor Harald Schrader hielt in der Kirche St.Georgsberg eine Andacht zum Thema „Leben in einer Generationen übergreifenden Solidarität”.

40. Familientag: 5.-7. 0ktober 1984 in Bad Sassendorf. Hier kamen 42 Teilnehmer zusammen. Vetter Klaus Schrader (-Groß-Gleidingen) zeigte Filmaufnahmen vom vorigen Familientag in Ratzeburg.
Es ist offensichtlich, dass der strahlende Höhepunkt des Ratzeburger Familientages vom Vorjahr noch nachwirkte und dieses Treffen den Schwerpunkt auf die Erkundung von Soest und den gegenseitigen Austausch legte.

41. Familientag: 27.-29. September 1985 in Münster-Handorf. Die 45 Teilnehmenden besuchten die Wasserburg Hülshoff, die Heimat der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.
Vetter Dr. Dr. Hanswerner von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) berichtete über „Steinerne Zeugen von Schrader’scher Vergangenheit im Herzogtum Lauenburg“.
Vetter Dr. Otto Schrader (-Schneverdingen) referierte über „Die Glashütte Gernheim, ein Schräder’sches
Familienunternehmen in frühindustrieller Zeit“.

42. Familientag: 27. – 28. September 1986 in Bad Kreuznach. Dieser Familientag führte wie 1978 aus dem Schrader-Gebiet heraus und versammelte 32 Teilnehmer.
Vetter Dr. Dr. Hanswemer von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) sprach über das Thema „Sargdekoratio-
nen aus der von Schrader’sehen Erbgruft St. Georgsberg“,
der Archivar berichtete über seine Reise nach Scharbow in der DDR.
Durch Satzungsänderung wurde der Vorstand erweitert, der künftig aus dem Vorsitzenden, dem Stellvertreter, dem Archivar und dem Schatzmeister besteht. Base Anneliese Schulte geb. Schrader trat von dem Amt der Vorsitzenden zurück. Zu ihrem Nachfolger wurde Vetter Carl Hermann Schrader (-Scharbow) gewählt, der das Amt zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Archivar übernahm. In den Beirat wurden gewählt:
Hanswemer von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck), Jost Heinrich Schrader (-Küblingen), Christa Schrader (-Königslutter), Malte Schrader (-Königslutter) und Jens Peter Schrader (-Rottmersleben).

43. Familientag: 25. – 27. September 1987 in Einbeck. Referenten waren wiederum der Archivar Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) und Beiratsmitglied Dr. Dr. Hanswemer von Schrader-Beielstein
(-Wahmbeck).
Vetter Carl Hermann sprach über „Einbecks familiengeschichtliche Quellen und ihre Bedeutung für die Schrader-Forschung“.
Vetter Hanswerners Thema war das „ Grab der Eleonore Margarethe von Schrader geb. von
Wackerbarth im Ratzeburger Dom “
(mit Lichtbildern).

44. Familientag: 7. – 9. Oktober 1988 in Bad Karlshafen. Tagungslokal war das Hotel „Villa Biedermann“. Vetter Malte Schrader (-Königslutter) sprach beim Festabend über „Zwei Generationen Schrader-Königslutter in napoleonischer Zeit“.
Dr. Dr. Hanswemer von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) präsentierte einen Lichtbildervortrag.
Thema: „Das von Schrader’sche Familienwappen“.
Besichtigt wurden das Hugenottenmuseum, das Porzellan-Museum von Schloss Fürstenberg und Kloster Corvey.

45. Familientag: 6. – 8.0ktober 1989 in Lübeck. Offiziell fand der Familientag in der Stadt an der Trave statt, das Tagungslokal „Forsthaus St.Hubertus“ lag allerdings südlich der Hansestadt in Groß-Grönau.
Archivar Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) hielt einen Vortrag zum Thema: „Die Lauenburgische Sukzession von 1689 und ihre Bedeutung für die Schrader’sehe Familienforschung“.
Später führte Beiratsmitglied Dr.Dr. Hanswerner von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) im Heimatmuseum Ratzeburg durch die Sonderausstellung „Familie von Schrader“.
Dr. Dr. Hanswerner von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) wurde zum stellv. Vorsitzenden des Familienverbandes gewählt.