Teil IV:
Die Familientage von der Deutschen Einheit (1990) bis zum Jahr 2011
Seit 1990 fanden im Osten Deutschlands neun Familientage statt. Mit der deutschen Einheit konnte das über 40 Jahre für Tagungen wie für genealogische Forschungen weitgehend unerreichbare Gebiet der ehemaligen DDR neu für den Familienverband erschlossen werden.
1. Annäherung zwischen West und Ost
46. Familientag: 5.-7. Oktober 1990 in Hildesheim. Der Familientag stand im Zeichen des siebzigjährigen Bestehens des Familienverbandes. Dazu hielt der Archivar Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) einen Vortrag. Außerdem wurden Filmaufnahmen früherer Familientage gezeigt und die Ausstellung „ 70 Jahre Familienverband Schrader e. V. “ eröffnet.
Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde das Werk „Schrader Familien Weltbuch“ präsentiert.
Höhepunkte der Stadtführung waren der Besuch des berühmten „Roemer- und Pelizaeus-Museums und die Führung durch den Hildesheimer Dom mit 1000-jährigem Rosenstock.
47. Familientag: 4.-6. 0ktober 1991 in Schierke/Oberharz. Im Jahr nach der deutschen Wiedervereinigung fand erstmals ein Familientag im Bereich der ehemaligen DDR statt, ein deutliches Zeichen für das „gesamtdeutsche Selbstverständnis“ unseres Familienverbandes und Erfüllung eines seit dem Ende des II. Weltkrieges gehegten Wunsches.
Eindrucksvoll war die gemeinsame Omnibusrundfahrt durch den Ostharz über Elend, Elbingerode, Rübeland,
Rappbodetalsperre und Blankenburg mit kunsthistorischer Führung.
Den Festvortrag über die „Siedlungs- und Bergbaugeschichte des Mittelharzes“ hielt Dr. Knappe, Direktor des
Harzmuseums in Wernigerode.
48. Familientag: 25.-27. September 1992 in Fallersleben. Unvergesslich bleibt der ausgedehnte Besuch im Mühlenmuseum. Der zweiteilige Vortrag von Vetter Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) befasste sich mit „Pommerland ist abgebrannt (I) und „Baltische Impressionen“ (II)”.
Anschließend stellte Vetter Carl Hermann das umfängliche Buch über die 500-jährige Geschichte seiner eigenen Sippe Schrader-Scharbow vor, eine der Früchte seiner jahrzehntelangen genealogischen Forschungsarbeit.
49. Familientag: 24.-26. September 1993 in Minden.
Thema des Hauptvortrages: „Glashütte Gernheim“. Vortrag und Führung durch Dr. Th. Parent (Westfälisches
Industriemuseum Dortmund).
Bei der Glashütte Gemheim handelt es sich historisch um ein Schradersches Familienunternehmen in frühindustrieller Zeit..
Am Abend referierte Dr. Dr. Hanswerner Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) über das“Schrader’sehe Familienarchiv in Ratzeburg“. Vetter Harald Schrader (-Quedlinburg) und Vetter Klaus Schrader (-Thüste)
wurden in den Beirat gewählt.
50. Familientag; 23.-25. September 1994 in Berlin (Müggelsee). Der Familientag kehrte an den Gründungsort des Familienverbandes zurück. Nach Stadtrundfahrt, einem Spazierweg „Unter den Linden“ und zum Brandenburger Tor besuchten die Teilnehmer die Nikolaikirche mit einem Schrader-Epitaph.
Am Abend sprach Dr. Dr. Hanswerner von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) über die „Schrader in Berlin”.
51. Familientag: 22. – 24. September 1995 in Duderstadt. Durch die Wahl von Pastor Harald Schrader zum Vorsitzenden in Nachfolge von Dr.Carl Hermann Schrader (-Scharbow) und die Wahl von Klaus Schrader
(-Thüste), Richter in Göttingen, zu seinem Stellvertreter wurde der sich schon länger abzeichnende Generationenwechsel vollzogen.
Den Festvortrag zum Thema „ Unser Verbandswappen “ hielt Dr. Eberhard Schrader (-Ottenstein),
der zuvor das Heroldsamt übernommen hatte.
52. Familientag: 18.-20. Oktober 1996 in Celle. Der Archivar, Dr. Carl Hermann Schrader (-Scharbow) trug vor zum Thema „Ludwig Julius von Schrader (1686-1765) und sein Einfluss auf die deutsche Literatur des 19. Jahrhunderts “. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Klosters Wienhausen.
53. Familientag: 19.- 21. September 1997 in Quedlinburg. Nicht nur wegen der hohen Teilnehmerzahl von 60 Personen stellte dieser Familientag im östlichen Harzvorland einen besonderen Höhepunkt dar.
Bereits der Stadtrundgang mit dem Nachtwächter am Freitagabend war eine stimmungsvolle Einstimmung auf eine Veranstaltung, die ganz im Zeichen der Familie Schrader-Quedlinburg stand.
Durch die Anwesenheit von Christel Zeigan, Lieselotte Würfel, Brigitte Schrader und Ilse Mechel, Nachfahren des letzten in Quedlinburg ansässigen Geheimrates Dr. med. Wilhelm Schrader (1855-1929) war die Geschichte dieser Schrader-Sippe sehr präsent.
Der Vorsitzende, Harald Schrader, selbst Angehöriger der Sippe Quedlinburg, zeichnete in seinem Vortrag die Geschichte dieses Geschlechtes vom Beginn des 17.Jahrhunderts bis in die Gegenwart nach.
Ein besonderes Erlebnis war für alle der Empfang im Rathaus durch Oberbürgermeister Röhricht.
Bei der Mitgliederversammlung wurden Vetter Ulrich von Schrader (-Wahmbeck) und Dr. Wolfgang
Schrader (-Königslutter) in den Beirat gewählt.
54. Familientag: 18.-20. September 1998 in Tangermünde/AItmark. Die Anregung, mit einem Familientag in die Altmark zu gehen, stammte von unserem Ehrenmitglied Malte Schrader (-Königslutter) und seiner Tochter Christa, unserem Beiratsmitglied.
Den Festvortrag hielt der Leiter des Klostermuseums Jerichow, Rolf Naumann, über den Pächter
der Domäne Jerichow, Ludwig Schräder (1773- 1826), Urgroßvater des Ehrenmitgliedes Malte Schrader.
55. Familientag: 18.-20. September 1999 in Bad Bentheim/Gildehaus. Die Aktivität unserer Mitglieder Everardus und Bep Schrader aus Eindhoven hatten den Wunsch reifen lassen, einen Familientag einmal ganz im Westen Deutschlands zu begehen, um möglichst vielen niederländischen Namensträgem eine Teilnahme zu ermöglichen und ihr Interesse am Familienverband zu wecken. Dies ist zu unserer großen Freude auch gelungen. 13 niederländische Schraders sind in Bad Bentheim/Gildehaus in den Verband eingetreten.
Dem Besuch in der Bertha Jordaan-van Heek Stiftung im Wasserschloss Haus Wellbergen bei Ochtmp kam eine symbolische Bedeutung zu, hat doch die Stifterin das Wasserschloss ausdrücklich der Versöhnungs-arbeit zwischen Deutschen und Niederländern gewidmet.
Den Hauptvortrag hielten Vetter Everardus Schrader und der Archivar Dr. Carl Hermann Schrader: „Die Familien Schrader in den Niederlanden“.
2. Die Jahrtausendwende
56. Familientag: 15. – 17. September 2000 in Schwerin/Mecklenburg.
In seinem Vortrag schilderte der Archivar, Vetter Dr.Carl Hermann Schrader (-Scharbow), unter der Überschrift „Der Löwe von Mitternacht“ eine Episode aus dem Leben des schwedischen Königs Gustav II Adolf, der 1632 bei Lützen gefallen war. Er soll Vater eines unehelichen Kindes Namens Schrader gewesen sein.
57. Familientag: 21.-23. September 2001 in Bremen. Zum zweiten Mal nach 1930 trat der Familientag in Bremen zusammen. Bereits am Begrüßungsabend war der bekannte Bremer Jugendbuchautor Werner Schrader Gast des Familientages. Mit der Lesung von Partien aus seinen kuriosen Räuber- und Gespenstergeschichten bereitete der Schriftsteller den Anwesenden höchstes Vergnügen.
Die Mitgliederversammlung ernannte Vetter Dr. Dr. Hanswerner von Schrader-Beielstein (-Wahmbeck) in Würdigung seiner langjährigen Verdienste um den Verband und eine intensive Familienforschung zum 20. Ehrenmitglied.
Aus gesundheitlichen Gründen konnte Vetter Hanswemer nicht persönlich anwesend sein.
Der Vorsitzende überbrachte dem Geehrten Urkunde und Glückwünsche am 6. November 2001 an seinem Wohnsitz in Herrsching am Ammersee. Anstelle des Erkrankten hielt Archivar Dr. Carl Hermann Schrader
(-Scharbow) den Vortrag „Steinerne Zeugen der Familie von Schrader”.
58. Familientag: 20.-22. September 2002 in Naumburg/Saale. Die Zahl der teilnehmenden Mitglieder und Gäste lag bei 43 Personen. Trotz der weiten Anreise in den Süden des Bundeslandes Sachsen-Anhalt waren 14 Mitglieder aus der Schweiz, Dänemark und den Niederlanden angereist.
In seinem Vortrag über die Methoden der Familienforschung unterstrich der Vorsitzende, Vetter Harald Schrader (-Quedlinburg), die nach wie vor große Bedeutung der Familie für die Entwicklung des Individuums wie auch des Gemeinwesens.
59. Familientag: 19.-21.September 2003 in Lübeck. Der Familientag war in die Hansestadt an der Trave gelegt worden, um unserem ehemaligen Vorsitzenden und langjährigen Archivar Dr. Carl Hermann Schrader
(-Scharbow) eine Teilnahme zu ermöglichen.
In seinem Vortrag über „Dr. Gerhard Schrader, den Erfinder des Schädlingsbekämpfungsmittels E 605“
zeichnete der Vorsitzende das Lebensbild des verdienstvollen Chemikers, der wegen seiner Mitwirkung bei der Entwicklung des Nervengases Sarin – ein Nebenprodukt seiner experimentellen Forschung, das NS-Stellen für Kriegszwecke vereinnahmt hatten – in den Nachkriegsjahren unter Anfeindungen zu leiden hatte. Der Vortrag fußte auf einer Ausarbeitung von Pastor Otto Pfingsten (Peine), der das Leben und Wirken von Dr. Gerhard Schrader erforscht und in einer Publikation veröffentlicht hatte. Durch eine dienstliche
Verpflichtung war Pastor Pfingsten leider daran gehindert, als Referent am Lübecker Familientag teilzunehmen.
60. Familientag: 17.-19. September 2004 in Maastricht/Niederlande. Zum ersten Mal in der 84-jährigen Verbandsgeschichte fand ein Familientag im Ausland statt. Anlass dazu gaben die niederländischen Mitglieder, die seit dem 55.Familientag in Bad Bentheim in große Zahl dem Verband beigetreten waren und ihn seither mit viel Vitalität unterstützten. Insgesamt nahmen 48 Mitglieder und Gäste am Familientag teil.
Die Vorträge des Abends waren Biographien von Schrader-Persönlichkeiten gewidmet, die im Ausland gelebt und gewirkt hatte. Vetter Everardus Schrader, Obmann der niederländischen Mitglieder, schilderte das
Leben von „Pfarrer Jan-Arnold Schräder (1797-1870) aus Bad Bentheim-Gildehaus“. Jan Arnold hatte im niederländischen Raalte Anna Aleida Podt, die Tochter des dortigen Mühlenbesitzers geheiratet und 46 Jahre lang die Gemeindepfarrstelle innegehabt.
61. Familientag: 21.-23. September 2005 in Wernigerode am Harz. Dieser Familientag war der Familie unseres Mitgliedes Adolf Schrader gewidmet. Vetter Adolf hatte die Geschichte seiner Vorfahren zusammengetragen und sein eigenes sehr spannendes Leben in der DDR und der Bundesrepublik Deutschland zu Papier gebracht. Aus diesen Informationen stellte der Vorsitzende einen Vortrag zusammen, der zehn Generationen der Familie Schrader aus Wernigerode umfasste.
Der idyllische Ortskem mit seinen historischen Fachwerkhäusern bot dem Familientag eine fast märchenhafte Kulisse. Zur Freude der versammelten Touristen geschah es, dass in der abendlicher Stimmung auf dem Rathausplatz mit einem Male ein Trachtenchor mehrstimmige Volkslieder intonierte. Als die Mitglieder des Familientages nach dem Empfang durch Oberbürgermeister Ludwig Hoffmann das Rathaus verließen, fuhr gerade ein Brautpaar mit Gefolge vor – ein herrlicher Anblick inmitten des historischen Marktplatzidylls.
62. Familientag: 22.-24. September 2006 in Lüneburg. Am Begrüßungsabend berichteten Klaus und Uschi Schrader (Groß-Gleidingen) über die Arbeit auf dem von ihnen gegründeten und geleiteten Kinderhof St.Valentin in Fischen/Ammersee. Mehrmals im Jahr werden Gruppen von strahlengeschädigten Kindern aus der Region um das ehemalige Atomkernkraftwerk TschemobyF Ukraine zu mehrwöchigen Ferienaufenthalten eingeladen. –
Den Festvortrag über die „Familie Schrader-Königslutter“. hielt in Vertretung unseres erkrankten Beiratsmitglied Christa Schrader (-Königslutter) unser Vorsitzender Harald Schrader (-Quedlinburg).
63. Familientag: 21.-23. September 2007 in Potsdam. Im Mittelpunkt des Familientages stand der Vortrag des stellv. Verbandsvorsitzenden Jens Peter Schrader (-Rottmersleben):
„Die Familie Schrader-Rottmersleben: 500 Jahre im norddeutschen Raum“.
Bereits am Freitagabend wurde im Foyer des Tagungshotels am Griebnitzsee eine Ausstellung zum
Thema „Der Mensch und die Schönheit des Tanzes“ mit Bildern unseres Mitgliedes, der niederländischen Malerin Wilhelmina (Wil) Maria Johanna Schrader. Im Rahmen der Eröffnung sprachen der Verbands-vorsitzende und Wils Ehemann Joop. Die Bilder waren bis zum Ende des Familientages zu sehen.
Auf dem Programm der Stadtrundfahrt stand auch der Besuch von Marmorpalais und Schloss Sanssouci.
64. Familientag: 19.-21. September 2008 in Königslutter am Elm. Die 300. Wiederkehr der Erhebung der Schrader-Brüder Christoph und Kilian in den Adelsstand am 19.Mai 1708 durch Kaiser Joseph I. war der Anlass für Ort und Themenwahl dieses Familientages. Die Brüder wuchsen im nahe gelegenen Helmstedt auf, da ihr Vater Christoph Schrader im 17.Jahrhundert an der dortigen Universität als Professor der Beredsamkeit tätig war. Zu seinem Schülerkreis hatte der später berühmte lutherische Theologe Johann Quenstedt gehört.
– Wir besuchten in Helmstedt das Juleum, die frühere Universität der Stadt. Diese “Academia Julia”, 1576 gegründet und von Herzog Julius privilegiert, erlangte durch berühmte Professoren in den Fakultäten Theologie, Jurisprudenz, Medizin und Philosophie hohes Ansehen, bis sie 1810 zugunsten der Universität Göttingen geschlossen wurde.
Der Vortrag von Base Gunhild und Vetter Ulrich stand unter dem Thema ”300 Jahre Adelserhebung
Christoph und Chilian von Schrader” Der durch Bildmaterial illustrierte Vortrag machte die Verbindung einer Schrader-Sippe mit den damaligen Fürstenhäusern deutlich und zeigte die Verdienste der Brüder auf, die letztlich zu deren Adelserhebung führten.
Laut Vorstandsbeschluss wurde der Obmann der niederländischen Mitglieder, Vetter Everardus
(Eef) Schrader (-Breischen), aufgrund seiner langjährigen Treue und Verdienste um den Verband zum 21. Ehrenmitglied ernannt.
Bei den Wahlen in der Mitgliederversammlung wurden alle Vorstands- und Beiratsmitglieder bis auf Vetter Eberhard in ihren Ämtern bestätigt. Vetter Eberhard Schrader (-Ottenstein) war schon vorher von seinem Amt als Heroldsmeister zurückgetreten., das seither vakant ist.
Am Familientag nahmen 40 Personen aus vier Ländern – Deutschland, den Niederlanden, Österreich und Dänemark – teil.
65. Familientag: 25.-27. September 2009 in Bremerhaven. Der Anlass, den Familientag nach Bremerhaven einzuladen, war das neue Answanderer-Museum, das einen Erlebnisraum bietet, um die Schicksale einzelner Menschen, die seit dem 19.Jahrhundert nach Übersee auswanderten, bei ihrem endgültigen Abschied kennenzulemen. Es rührt tief an, wenn die Besucher anhand von Namenskarten die Abreise von Auswanderern nachvollziehen, von denen wir nicht wissen, ob sie von zurückbleibenden Angehörigen und Freunden bis zum Kai von Bremerhaven begleitet wurden. Auf dem Schiff mussten sie sich dann – je nach Stand und Einkommen – auf dem entsprechenden Schiffsdeck einrichten. Dieser Museumsbesuch ist
nicht ohne tiefen Eindruck auf die Anwesenden geblieben, zumal sich unter den Ausgewanderten auch Vorfahren heutiger Mitglieder befanden.
Beiratsmitglied Gunhild von Schrader (-Wahmbeck) sprach, unterstützt von Ehemann Ulrich, in ihrem Vortrag über die „Auswanderung des Ulrich von Schrader nach Amerika im Jahre 1829“. Base Gunhild berichtete über die aus Briefen gut dokumentierte Auswanderung dieses Vorfahren der Sippe Schrader-Wahmbeck und vermittelte lebendige Einblicke in das häufig entbehrungsreiche Leben dieser Epoche.
Die Mitgliederversammlung diskutierte über die im Juni 2009 vollzogene Verlagerung des Schrader-Familienarchivs von Eutin in das Klostermuseum Jerichow/Altmark. Am Familientag nahmen 36 Mitglieder und Gäste teil.
66. Familientag: 24.-26. September 2010 in Tangermünde/Altmark. Nach 1998 trat der Familientag ein zweites Mal in Tangermünde zusammen. Wiederum war das Tagungslokal das Hotel „Schwarzer Adler“. Aktueller Anlass war die im Jahr zuvor erfolgte Verlagerung des Archivs des Familienverbandes von Eutin in das Klosterarchiv Jerichow in der Nähe von Tangermünde.
Der Familienverband besuchte das Kloster unter fachkundiger Führung von Museumsleiters Rolf Naumann und überzeugte sich von der fachgerechten Unterbringung der umfangreichen Materialien des Verbandsarchivs.
Herr Naumann hielt am Abend auch den Festvortrag Vorfahren aus der Sippe Königslutter: „Rudolf und Fanny Schrader – Stationen einer Domänenpächterfamilie im 19. Jahrhundert”.
Zuvor hatte Vorsitzender Harald Schrader das Verbandsjubiläum gewürdigt: „ 90 Jahre Familienverband Schrader e. V.
67. Familientag: 30. September – 2. Oktober 2011 in Delft/Niederlande. Sieben Jahren nach Maastricht fand zum zweiten Mal ein Familientag in den Niederlanden statt, der von 38 Mitgliedern und Gästen besucht wurde.
Den Festvortrag hielt Vetter Frans W.B. Schrader (-Breischen) über das “Leben und Wirken der Hebamme Catharina Geertruida Schrader (1656-1746)”. Die Notizen über die vielen von ihr begleiteten Entbindungen, niedergelegt in einem „Memoryboek“, haben Catharina G.Schrader posthum berühmt gemacht.
Ihre Aufzeichnungen als „Fruchtfrau“ – niederländisch für Hebamme – sind eine wissenschaftlich hochinteres-
sante Fundgrube, um die Hebammentätigkeit im 17./18.Jahrhundert kennenzulemen.
Dass in der Stadt Leiden eine Straße nach Catharina Geertruida Schrader benannt ist, darf als Zeichen
der Anerkennung ihrer historischen Bedeutung gelten.
Im Anschluss an die
Mitgliederversammlung folgte ein von Beiratsmitglied Christa Schrader moderierter Workshop.
Thema: „ Wie geht es weiter? – Perspektiven auf dem Weg zum 100-jährigen Bestehen des Familienverbandes 2020″
Bei der Zusammenstellung dieser Chronik habe ich dankbar zurückgegriffen auf zahlreiche
Familientagsberichte unseres Schriftführers Jens Peter Schrader (-Rottmersleben)