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Schrader Family Association e.V.

Wartburg ueber Eisenach
Family association met last weekend and visited Bach House and Wartburg Castle.

The Schraders had a good time in Eisenach

Rund 30 Schraders aus allen Teilen Deutschlands haben sich am letzten Wochenende in Eisenach getroffen.
Es handelte sich um den 74. Familientag.
Solche geselligen Treffen finden immer im Frühherbst statt.
In diesem Jahr ist die Wahl auf Eisenach gefallen, weil die Stadt zentral für alle liegt und viele Sehenswürdigkeiten zu bieten hat.
Eisenach, so ergänzt Harald Schrader aus Kiel, befindet sich am Rande des Stammland der Schraders.

Ursprünglich trat der Name am häufigsten in der Region um die Städte Hannover, Kassel und Magdeburg – dem „Schradergebiet“ – auf.
Harald Schrader ist Pastor im Ruhestand und steht als Vorsitzender dem Familienverband vor.
Dieser ist 1920 von Familienforschern gegründet worden.
Anfangs sind sie davon ausgegangen, dass es sich um eine Ursprungs-Familie gehandelt hat.
Doch inzwischen ist klar, dass die Schraders von der Herkunft her ebenso wenig miteinander verwandt sind wie die Müllers oder Schmidts.

Die Ergebnisse der genealogischen Forschung werden seit über 85 Jahren in jährlichen Veröffentlichungen präsentiert und im Verbandsarchiv gesammelt.
Auf über 3000 Druckseiten sind auf diese Weise etwa 100 Familien Schrader dokumentiert.

Mitglieder auch in Südafrika und den USA

Beim Familientag werden unter anderem Forschungsergebnisse ausgetauscht.
So stellten Gert R. Schrader aus Schiffmühle und Bernd Schrader aus Wolfratshausen in Vorträgen die Recherchen zu ihren jeweiligen Sippen vor.
Des Weiteren standen ein Besuch im Bachhaus und auf der Wartburg auf dem Programm.

Nach dem offiziellen Fototermin am Sonnabend vor dem Eisenacher Rathaus begrüßte Stadtführerin Margit Stephan die Gäste.
Sie berichtete von den vielen Persönlichkeiten, die in Eisenach geboren sind oder mit Eisenach zu tun hatten.
Als sie erzählte, dass Johann Wolfgang von Goethe die Gegend als „überherrlich“ bezeichnete, pflichteten die Schraders lautstark bei.
„Wir wohnen im Haus Hainstein, über der Stadt und unterhalb der Wartburg“, hob Harald Schrader das besondere Flair hervor, das alle begeistert hat.

Überhaupt: Angesichts der vielen interessanten Informationen der Stadtführerin – sie berichtete unter anderem davon, dass die Wiege des Autobaus von BMW in Eisenach gestanden hat – wollen viele Schraders noch einmal wiederkommen.
Auch, um mal eine Tour im Nationalpark Hainich zu machen oder auf dem Rennsteig zu wandern.

Der Familienverband zählt übrigens insgesamt 140 Mitglieder aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Österreich, der Schweiz, Südafrika und den USA.

„Die meisten von uns sind älter. Daher sind neue und jüngere Mitglieder gern willkommen“, betont der Vorsitzende.
Aus Eisenach und dem Umfeld hatte sich aber kein Schrader gemeldet, obwohl in unserer Zeitung vor dem Treffen eine entsprechende Nachricht veröffentlicht worden ist.

Der Familienname wird übrigens zurückgeführt auf das Stammwort „scrot“, alt-hochdeutsch „scrotan“, mittelhochdeutsch „schroten, schroden“ und auch „schraden“ = hauen, schneiden, zerkleinern.
Diese Begriffe weisen auf mehrere Berufsgruppen hin: Schneider, Zimmerleute, Bauern, Münzer .

Wer bin ich? Wo komme ich her?
Der Familienverband Schrader leistet bei der Ahnenforschung Hilfestellung.