Forschung

Inhalt

Überblick

Die Erforschung der Schrader-Sippen ist eine Hauptaufgabe des Familienverbandes. Dazu werden seit 100 Jahren Informationen gesammelt, geordnet und im Archiv abgelegt. Die Ergebnisse der Forschung werden regelmäßig in den „Mitteilungsheften“ des Familienverbandes veröffentlicht und ebenfalls archiviert.

Durch Anfragen und Beiträge von Mitgliedern sowie durch externe Anfragen von Ahnenforschern aus der ganzen Welt erfährt der Informationsbestand immer wieder Ergänzungen und Korrekturen. Auch dies fließt in das Archiv ein und führt ggf. zu neuen Veröffentlichungen.

Regalreihe im alten Archivraum
Regalreihe im neuen Archivraum

Forschungsarbeit

Die Basis der Forschungsarbeit waren reichlich vorhandene familiäre Überlieferungen und Dokumente der Mitglieder sowie Primär- und Sekundärquellen aus Archiven und Bibliotheken.

Seit Gründung des Familienverbandes haben unsere Verbandsmitglieder in Ämtern, Archiven, Kirchenbüchern nach Informationen mit unmittelbarem oder mittelbarem Schrader-Bezug gesucht. Die Suche konzentrierte sich anfangs auf das Schrader-Gebiet sowie rund um die Wohnorte der Verbandsmitglieder. Später kamen, wenn gezielte Forschungen dies erforderten, andere Regionen hinzu.

Über die Ergebnisse der Suche wurden sogenannte „Auszüge“ gefertigt – anfangs handschriftliche Listen mit den Ergebnissen, z.B. ein Auszug aus dem „Kirchenbuch Derenburg 1655-1722“. Jeder darin vorgefundene Eintrag wurde dann als sogenannte Einzelheit veröffentlicht.

Der Ausbruch des II. Weltkrieges brachte eine Zäsur: die Menschen hatten andere, existentielle Sorgen. Mit der deutschen Teilung ging obendrein der unmittelbare Zugang zu vielen, für die Forschung wichtigen Kirchen und Archiven im Schrader-Gebiet verloren. Das Papier für die Herausgabe neuer Mitteilungshefte fehlte; die jüngere Zeitgeschichte lässt sich so auch an der Kontinuität der Herausgabe neuer Mitteilungshefte ablesen. Die regelmäßige Veröffentlichung von Einzelheiten wurde ausgesetzt; in einer großen Kraftanstrengung gelang es schließlich im Jahr 1999 einen eigenen Band nur mit restlichen gesammelten Einzelheiten herauszugeben.

Die Forschungsarbeit hat sich heute, 100 Jahre nach Gründung des Familienverbandes, verändert. In der Technik haben Digitalisierung und Internet Veränderungen in den Arbeitsweisen mitgebracht; rechtliche Vorgaben sind zu beachten, lokale Archive z.B. bei den Pfarrgemeinden bestehen kaum noch. Wesentliche neue Impulse kommen
a) durch die Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedern,
b) durch externe Anfragen an den Familienverband und
c) durch Zufallsfunde.

Einzelheiten

Eine Schatzkiste für die Ahnenforschung sind die erwähnten Einzelheiten, die über viele Jahre gesammelt und in einzelnen Mitteilungsheften abgedruckt wurden.
Auszüge aus Primär- und Sekundärquellen, z.B. ein Auszug aus dem Kirchenbuch Derenburg 1655-1722, wurden dafür redaktionell aufbereitet und mit Hinweis auf die ursprüngliche Quelle abgedruckt.

Dies reichte von der kurzen Notiz „Die Jungfrau Margarethe Schrader war 1715 Patin bei xxx“ bis zu umfangreichen Einträgen in Steuer- und Gerichtsakten. (Foto von 2 Einzelheiten)

So sind vor allen in den ersten 20 Jahren des Bestehens 9.000 Einzelheiten gesammelt worden, die vom einzeiligen Kirchenbucheintrag bis zu mehrseitigen Texten reichen.

BandHeftJahrEinzelheiten
I119210001 – 0500
I219220501 – 1000
I619241001 – 1500
II919261501 – 2000
III1319292001 – 2500
III1719323001 – 3500
IV1919343501 – 4000
IV2119364001 – 4500
IV2319384501 – 5000
V2519405500 – 5692
VI19995500 – 9000
Kirchenbuchauszug
Auszug aus "Einzelheiten"
Einzelheit 2
Auszug aus "Einzelheiten"

Jeder dieser Archivbände I – VI mit Einzelheiten verfügt über ein eigenes, umfassendes Orts- und Fremdnamensregister.
Interessierte Ahnenforscher können sich zur Einsichtnahme an die nächstgelegene Bibliothek wenden, die jeweils über die komplette Sammlung der Mitteilungshefte verfügt.
Darüber hinaus können Anfragen an den Familienverband gestellt werden.

Archiv des Familienverbandes Schrader

Das Archiv ist die Herzkammer der Forschung und des Familienverbandes.
Auf dem Archivbestand basieren die gegenwärtigen Forschungsaktivitäten und der Austausch mit Mitgliedern und interessierten Ahnenforschern.

Foto: G. Schrader

Geschichte des Archivs

Das Archiv ist in früheren Jahrzehnten oft bei dem jeweiligen Archivar angesiedelt gewesen.
Mit zunehmendem Umfang des Archivguts war diese Praxis nicht mehr aufrecht zu erhalten und das Archiv fand viele Jahre seine vorletzte Heimat in Eutin, im Haus des damaligen Archivars.
2009 wurde ein Ort gesucht, der die notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen bot und zentral erreichbar war.
So ein Ort wurde im Kloster Jerichow  in der Altmark in Sachsen-Anhalt gefunden. Mit der “Stiftung Kloster Jerichow” wurde ein Vertrag zur dauerhaften Unterbringung des Archivs geschlossen.
2009 erfolgte dann der voraussichtlich letzte Umzug des Archivs an seinen jetzigen Bestimmungsort.

Bestandsgeschichte

Die Entwicklung des Bestandes ist untrennbar mit der Forschungstätigkeit und den Forschungsschwerpunkten des Familienverbandes verbunden.
In dem Bemühen, alles was mit dem Namen Schrader verbunden ist, zusammenzutragen, wurde Literatur über Schrader-Persönlichkeiten ebenso gesammelt wie diverse Erzeugnisse von Schrader-Persönlichkeiten.

Wissen über Genealogie und Heraldik war vor 100 Jahren noch nicht im Internet abrufbar, so wurde natürlich auch Fachliteratur dazu zusammengetragen.
Allgemeines und regional spezifisches Quellenmaterial rundet die Basis ab.
Auf diesem Fundament ruht gleichsam die Erforschung der Schrader-Sippen, die in Sippen-Akten dokumentiert sind.

Zum Bestand des Archivs kann keine geschlossene Provenienz bestimmt werden, weder geographisch noch z.B. nach Nachlässen.
Der Schwerpunkt der Sammlungstätigkeit lässt sich jedoch eindeutig auf die ersten 20 Jahre seit Gründung des Familienverbandes bestimmen, bevor der II. Weltkrieg mit seinen Nachwirkungen auch unsere Forschungstätigkeit nachhaltig veränderte.

Die Laufzeit des Archivgutes umfasst die Jahre 1850-2000.

Karl Schrader_B_500

Eine herausragende Lebensleistung zeichnet Karl Schrader aus, der am 4. April 1834 als Sohn eines Arztes in Wolfenbüttel geboren wurde. Von 1853 – 1856 studierte er Rechts- und Staatswissenschaften in den Universitäten in Berlin und Göttingen. Sein späteres Wirken in Berlin war derartig umfassend und nachhaltig, das nur eine Vielzahl von Beschreibungen über seine Tätigkeitsbereiche Aufschluss geben kann.

Paul Schrader_B_500
Paul Schrader

Paul Schrader (1874 – 1950) hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Name Schrader unter Teetrinkern zu einem Gütesiegel wurde.

Bestand 1
Handschriftenkunde_B_500
Bestand 2

Bestandsübersicht

Der Bestand des Schrader-Archivs umfasst ca. 30 Regalmeter und 5000 Verzeichnungseinheiten.

Er gliedert sich in 11 Teil-Bestände:

BestandInhalt
ABücher, Artefakte von Schrader-Autoren
BBücher, Artefakte über Schrader-Personen, Orte und -Objekte
FSammlungen zu Fremdsippen mit Schrader-Bezug
GGenealogische Literatur, allgemein
HLiteratur zur Heraldik, allgemein
PPeriodika mit Bezug zur Genealogie
QQuellenmaterial, allgemein
RQuellenmaterial mit Regionalbezug
SSippenordner, Sippenakten
VVeröffentlichungen des Familienverbandes Schrader
XVerbandsinterna

Zur Bestandsübersicht (vorläufiger, unvollständiger Entwurf)

Ausleihen sind nicht möglich, da das Archiv nicht ständig besetzt ist. Auskunft erteilt der Archivar.

Bibliotheken /Archive

pdf-file

I. Archive mit vollständigem Bestand

Die nachfolgend aufgeführten neun Archive verfügen über vollständige Sätze der „Mitteilungen“ des Familienverbandes Schrader e.V. samt Registern seit dem Jahr 1921:

Berlin
HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften,
Archivstraße 12-14, 14195 Berlin,
Tel.: 030-83901-100,
bibliothek@herold-verein.de

Darmstadt         
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt,
Karolinenplatz 3, 64289 Darmstadt,
Tel.: 06151-165-900, Fax:-901,
a.schaefer@stad.hessen.de

Dortmund
Genealogisch-heraldische Arbeitsgemeinschaft ROLAND zu Dortmund e.V.
Postfach 103341, 44033 Dortmund,
Tel.: 0176-4382-1583 (Frau Sigges),
info@roland-zu-dortmund.de

Halle/S. 
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt Zeitschriftenstelle
August-Bebel-Str. 13, D-06098 Halle/S.
Tel.: 0345/5522172
Bettina Günther-Kunert
bettina.guenther-kunert@bibliothek.uni-halle.de

Herne
Martin-Opitz-Bibliothek
Berliner Platz 5, 44623 Herne,
Tel.: 02323-162805,
information.mob@herne.de

Koblenz
Rheinische Landesbibliothek Koblenz
Bahnhofplatz 14, 56068 Koblenz,
Tel.: 0261-91500400,
info.rlb@lbz-rlp.de

Magdeburg
Stadtarchiv Magdeburg
Fachdienstleiter PD Dr. Christoph Volkmar
Mittagstr.16, 39124 Magdeburg,
Tel.: 0391-540-2141,
archiv@magdeburg.de

München 
Stadtarchiv München
Winzererstr.68, 80797 München,
Tel.: 089-23330801,
stadtarchiv@muenchen.de

Münster 
Landesarchiv NRW, Abteilung Westfalen
Bohlweg 2, 48147 Münster,
Tel.: 0251-4885-0,
westfalen@lav.nrw.de

II. Archive mit unvollständigem Bestand

Die dreitehn nachfolgend aufgeführten Archive verfügen über unvollständige Sätze der „Mitteilungen“ des Familienverbandes Schrader e.V. aus den Jahren seit 1921:

Die in Klammern gesetzten Zahlen bezeichnen jeweils Heftnummer und Jahrgang.

Berlin
Staatsbibliothek zu Berlin
Unter den Linden 8, 10117 Berlin,
Tel.: 030-266-0 oder 030-266-433888 (Auskunft)
(7.1925-18.1933; 23.1938-24.1938)

Berlin 
Humboldt Universitätsbibliothek
Unter den Linden 6, 10099 Berlin,
Tel.: 030-2093-99370,
info@ub.hu-berlin.de
(25.1940 – 32.1956)

Braunschweig
Staatsbibliothek Braunschweig
Schlossplatz 2, 38100 Braunschweig,
Tel.: 0531-470 68 35,
staatsbibliothek@braunschweig.de
(1.1921/24 – 32.1956)

Bremen
DIE MAUS, Gesellschaft für Familienforschung e.V. (Staatsarchiv Bremen)
Am Staatsarchiv 1, 28203 Bremen,
archiv@die-maus-bremen.de

Düsseldorf
Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstr.1, 40225 Düsseldorf,
Tel.: 0211-81-12900
(1.1921 – 30.1948/50)

Göttingen
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen,
Tel.: 0551-395212,
sekretariat@sub.uni-goettingen.de
(1.1921 – 24.1938)

Hamburg
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
Von-Melle-Park 3, 20146 Hamburg,
Tel.: 040-428382233,
auskunft@sub.uni-hamburg.de
(1.1921 – 24.1938; 31.1953 – 36.1975)

Heidelberg
Universitätsbibliothek Heidelberg
Plöck 107-109, 69047 Heidelberg  –  (Postfach 105749),
Tel.: 06221-542380,
ub@uni-heidelberg.de
(1.1921 – 31.1956)

Kiel 
Universitätsbibliothek Kiel
Leibnizstr.9, 24118 Kiel,
Tel.: 0431 8804701,
info@ub.unikiel.de
(1/6.1921/24(1924) – 31/36.1953/75(1976))

Köln
Universitäts- und Stadtbibliothek Köln
Universitätsstr.33, 50931 Köln,
Tel.: 0221-4702374,
direktor@ub.uni-koeln.de
(1.1921 – 32.1956)

Leipzig
Universitätsbibliothek Leipzig
Beethovenstr.6, 04107 Leipzig,
Tel.: 0341-9730577
info@ub.uni-leipzig.de
(1.1921 – 32.1956)

Leipzig
Deutsche Nationalbibliothek
Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig,
Tel.: 0341-2271-0
(1.1921)

Mainz 
Wissenschaftliche Stadtbibliothek
Stadtverwaltung Mainz
Rheinallee 3 B, 55116 Mainz,
Tel.: 06131-12 26 51 und 06131-12 26 52,
stb.auskunft@stadt.mainz.de
(1.1921 – 36.1975)

III. Die Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt/Main

Die Deutsche Nationalbibliothek in Frankfurt/M., der gegenüber der Familienverband Schrader e.V. gemäß dem Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek (DNGB) vom 22.6.2006, §14 und §15, eine Ablieferungspflicht hat, verfügt über einen Altbestand von Heften der Jahre 1953 bis 1975 sowie über alle Hefte ab Band XI (Heft 57/2012).

Frankfurt/M
Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt/M.
Adickesallee 1, 60322 Frankfurt/M.,
Tel.: 069-1525-0
(31.1953 – 36.1975; 57.2012 – 62.2017; 63.2018; 64.2019)